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Krankenhaus Bethanien

Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln
Schlafmedizin

Schlafen Sie (sich) gesund

Wohl jeder kennt schlaflose Nächte aus Kummer, Freude, Sorgen oder wegen aufregender Erlebnisse. Erst wenn derartige Schlafstörungen so häufig werden, dass sie die Leistungsfähigkeit am Tag ungünstig beeinflussen, muss man von einer eigentlichen Störung mit Krankheitswert sprechen.

Das Schlaflabor unserer Klinik dient dazu, Ihren Schlaf zu untersuchen. Es besteht aus speziell ausgestatteten Patientenzimmern und einem zusätzlichen Raum, in dem sich die Monitoring- und Aufzeichnungsgeräte befinden.

Während der ganzen Nacht erfolgt die Aufzeichnung verschiedener Körperfunktionen wie Hirnströme, Augenbewegungen, Atmung, Muskelspannung oder Sauerstoffsättigung des Blutes. Aufgrund dieser Messwerte kann am Morgen danach ein sehr genaues Schlafprofil der einzelnen Schlafstadien erstellt werden. Dieses Schlafprofil lässt Rückschlüsse auf die Schlafqualität und die Ursachen zu, die die Schlafqualität gegebenenfalls beeinträchtigen.

Mit modernsten High-Tech-Geräten, die unsere Spezialisten „im Schlaf“ beherrschen, möchten wir Ihnen helfen, dass Sie (wieder) zu einem gesunden Schlaf finden. Denn ruhig schlafen zu können ist wesentliche Grundlage für ganzheitliches Wohlbefinden.

 

Unser Schlaflabor 

Verkabelung 


Welche Krankheitsbilder behandeln wir unteranderem

Cheyne-Stokes-Atmung

Patienten mit Herzschwäche leiden vermehrt unter Atemstörungen im Schlaf – der Cheyne-Stokes-Atmung. Es handelt sich dabei um einen periodischen Atemstillstand, weshalb sie auch als periodische oder zyklische Atmung bezeichnet wird. Benannt ist sie nach John Cheyne (1777–1836) und William Stokes (1804–1878).

Die Therapie der Cheyne-Stokes-Atmung erfordert spezielle Beatmungsgeräte. Über ein Maskensystem wird von Atemzug zu Atemzug eine automatische Regulation des Atemdrucks eingesetzt und das Schwingen der Atemregulation mechanisch gedämpft.

Das Schlaflabor im Krankenhaus Bethanien wendet sich Patienten mit diesem Krankheitsbild besonders zu. Unsere fachlich versierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen Sie bei Diagnostik und Therapie dieser speziellen Atemstörungen in Zusammenarbeit mit Herz- und Lungenspezialisten.

Insomnie

Ein- und Durchschlafstörungen, die unter dem Begriff der Insomnie zusammengefasst werden, treten immer häufiger auf. In Deutschland leiden schon 29 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer darunter und stellen somit die häufigste Schlafstörung dar.

Es ist leicht nachzuvollziehen, dass schlechter Schlaf in der Nacht Müdigkeit am Tag hervorruft. Die Frage, warum es überhaupt zu Ein- und Durchschlafschwierigkeiten kommt, ist dagegen schwer zu beantworten.

Dank neuester Erkenntnisse über das Zusammenwirken der Tag- und Nachtkomponenten bei Insomnie können wir heute vielen Menschen – und sicher auch Ihnen – helfen. Spezielle Fragebögen, die Auswertung eines Schlaf-Tagebuches und nächtliche Messungen dienen in unserer Klinik der Diagnose.

Zur Therapie bieten wir Ihnen ein stationäres Insomnie-Behandlungskonzept an, das unter Mitarbeit von Psychologen, Physiotherapeuten,Schlafmedizinern und Fachschwestern die Ursache Ihrer Schlafstörung erkennen und beheben soll.

Periodische Bewegungen im Schlaf

Neben schlafbezogenen Atmungsstörungen können zahlreiche andere Krankheitsbilder den Schlaf beeinträchtigen und zu Müdigkeit am Tage führen. Ruckartige Bewegungen an Armen und Beinen beispielsweise.

Die Zuckungen stellen für das schlafende Gehirn einen kurzen Weckreiz dar, d.h. der Schlaf kann nicht kontinuierlich verlaufen, sondern wird immer wieder gestört. Tiefschlafphasen werden häufig nicht erreicht, man wacht häufig auf, fühlt sich wenig erholt, leidet unter Tagesschläfrigkeit.

Die genaue Ursache dieser Zuckungen ist unbekannt. Man findet sie bei ca. 15% der Patienten, die über Schlafstörungen klagen. Diese so genannten „periodic-limb-movements“ treten häufig bei Personen mit Nierenleiden oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes auf. Die medikamentöse Therapie muss individuell abgestimmt werden und erfolgt in unserem Krankenhaus in Zusammenarbeit mit Neurologen.

Dabei ist es uns sehr wichtig, vertrauensvoll mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Gemeinsam werden wir Wirkung, Nebenwirkungen und den therapeutischen Erfolg im Blick zu behalten, damit Sie bald wieder besser schlafen.

Schlafapnoe

Da bei Schlafapnoe die Atmung im Schlaf nicht einwandfrei funktioniert, erhalten die Betroffenen nicht genug Sauerstoff und schlafen insgesamt sehr schlecht. Etwa zwei bis vier Prozent der Bevölkerung leiden unter lautem nächtlichen Schnarchen und Atemaussetzern. Die hieraus resultierende Schläfrigkeit am Tage kann bis zum Sekundenschlaf am Steuer führen.

Außerdem drohen bei einem unbehandelten Schlafapnoe-Syndrom Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzkranzgefäßverengung oder Herzrhythmusstörungen.

Die Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen stellt daher den Schwerpunkt in unserem Schlaflabor dar. Dazu gehört auch die Anwendung alternativer Behandlungsverfahren wie Zungenmuskeltraining oder Protrusionsschienen.

Wenn Sie Schlafapnoe-Patient sind, besteht für Sie im Straßenverkehr und an Ihrem Arbeitsplatz erhöhte Unfallgefahr. Dies gilt besonders, wenn Sie einen Risiko-Beruf wie LKW-Fahrer, Busfahrer oder Pilot haben oder Sie eine Überwachungstätigkeit ausüben.

Daher bieten wir Ihnen regelmäßige Therapiekontrollen und besondere Testverfahren zur Überprüfung der Aufmerksamkeitsfähigkeit bzw. Einschlafneigung in unserem Schlaflabor an.

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