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Krankenhaus Bethanien

Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln

Monoklonale Antikörper Therapie

Monoklonale Antikörper stellen ein vielversprechendes Konzept in der Behandlung von COVID-19 dar. Die Antikörpertherapie kann bei Patienten eingesetzt werden, die keine Antikörper gegen das Virus haben: ungeimpft, nicht vollständig geimpft, die letzte Impfung länger als 6 Monate zurückliegt und/oder Personen, die aufgrund ihrer Grunderkrankungen trotz der Impfung, keine ausreichende eigene Immunabwehr aufbauen können oder bei denen das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf und Hospitalisierung vorliegt.
Die derzeit zur Verfügung stehenden monoklonalen Antikörper binden an unterschiedliche Epitope des SARS-CoV-2-Spike-Proteins und neutralisieren somit das Virus. Sie verhindern die Virusreplikation und das Eindringen in die Zellen. Diese Therapie ist nur in der frühen Erkrankungsphase (< 7 Tage nach SARS-CoV2-Erstnachweis) sinnvoll, da vor allem in dieser Phase ein protektiver Effekt gegen einen schweren COVID-19-Verlauf zu erwarten ist (weitere Informationen auch in unserem Podcast vom 16.12.2021)

Die Therapie hat in den Zulassungsstudien eine relative Risikoreduktion (schwerer Verlauf/Hospitalisierung/Tod) von 70-85% gezeigt und ist somit im indizierten Patientenkollektiv hocheffektiv. Somit müsste die Therapie breit für Patienten mit entsprechenden Risikofaktoren verfügbar werden. Für die Anwendung im niedergelassenen Bereich haben sich einige Faktoren als problematisch erwiesen:

  • Die Therapie wird individuell (patientenbezogen) von einer bevorratenden Apotheke (in diesem Fall: Uni Düsseldorf) bestellt. 
  • Die Therapie erfolgt intravenös. 
  • Die Patienten müssen nach der Infusion noch ca. 1 Stunde überwacht werden (Gefahr der anaphylaktischen Reaktion). 
  • Die Patienten sind infektiös. 


Diese „logistischen“ Probleme haben dazu geführt, dass die hocheffektive Therapie aktuell noch nicht allen Patienten angeboten wird (siehe Ärzteblatt).

Als eine von 24 beim RKI gelisteten Kliniken in NRW, bietet das Krankenhaus Bethanien in Solingen diese Therapie seit einiger Zeit unter stationären Bedingungen an. Eine stationäre Aufnahme solcher Patienten ist in den allermeisten Fällen allerdings gar nicht notwendig, da die Therapie in einem sehr frühen Erkrankungsstadium angewandt wird und die Anwendung damit in den ambulanten Bereich verlagert werden könnte. 

Da die Durchführung der Therapie aus den oben genannten Gründen für viele Praxen aber nicht praktikabel ist, sind zunehmend niedergelassene Kolleginnen und Kollegen mit der Frage an uns herangetreten, Patientinnen und Patienten zu dieser Therapie auch ambulant anzunehmen. Nach der Anmeldung (über die niedergelassenen Kollegen, das Gesundheitsamt oder auch direkt durch den Patienten selbst) kann die monoklone Antikörpertherapie dann unter der notwendigen Isolation und Überwachung hier durchgeführt werden. Wenn wir Sie damit entlasten können, können Sie Ihre Patienten unter der Rufnummer: 015209328841 für die monoklonale Antikörpertherapie anmelden. Bitte stellen Sie auf jeden Fall eine stationäre Einweisung aus. Ihre Patienten erhalten innerhalb von 24h einen Termin zur Therapie. 

Für weitergehende Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
 

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