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Krankenhaus Bethanien

Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln
Notfallwagen

Intensivmedizin und Respiratorentwöhnung (Weaning)

Das Fachkrankenhaus Bethanien-Solingen verfügt über eine Intensivstation mit 24 Beatmungsbetten für invasiv beatmete Patienten. Angegliedert an der Intensivstation ist eine Intermedite Care Station mit 6 Betten.

Intensivmedizin

Hier können alle internistischen Notfallerkrankungen nach dem neusten Kenntnisstand der Medizin versorgt werden.

Neben modernen Beatmungsverfahren (lungenprotektive Beatmung) werden alle relevanten Therapieformen der modernen Intensivtherapie angeboten (extrakorporale Gasaustauschverfahren, Dialyse, temporäre Schrittmacheranlagen, Hochfrequenzbeatmung, Rechtsherzkatheter, PiCCO-gesteuerte Kreislauftherapie, transkutane CO2-Messung etc.)

Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS)

Die Intensivstation ist auf die Behandlung von Patienten mit ARDS (Lungenversagen) spezialisiert. Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Beatmungsgeräten mit unterschiedlichen Spezifikationen wird die optimale Beatmungstherapie an den Patientenen angepasst. Durch den Einsatz von:

  • transpulmonale Druckmessung (Ösophagusdruckmessung)
  • PEEP Findung mittels Compliancemessung
  • elektrische Impedanztomographie
  • neural regulierte Beatmungsunterstützung (NAVA)

         wird versucht, eine lungenschonende Beatmung durchzuführen. Wenn trotz der Optimierung der Beatmungs- und Lagerungstherapie keine lunenschonende Beatmung möglich ist, dann kommen (solange keine Kontraindikationen bestehen) extrakorporale Verfahren, wie:

  • extrakorporale Membranoxygenierungstherapie (ECMO)
  • extrakorporalle CO2 Eliminiation (ECCO2R)

         zum Einsatz.

Beatmungsentwöhnung (Weaning)

Besonderer Schwerpunkt der Intensivstation ist die Entwöhnung von langzeitbeatmeten Patienten. Das Weaning-Zentrum Bethanien-Krankenhaus Solingen hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Zentren Deutschlands entwickelt. Die Aufnahme von dialysepflichtigen Patienten stellt dabei kein Problem dar. Die Organisation von Neuaufnahmen für Weaning-Patienten erfolgt durch das Casemanagement.

Nach erfolgreicher Entwöhnung von der invasiven Beatmung kann die Einleitung einer nicht-invasiven Maskenbeatmung notwendig werden. Dies betrifft vor allem Patienten mit Vorerkrankung der Lunge (z.B. COPD), Adipositas (Obesitas-Hypoventilations-Syndrom) sowie Patienten mit Zwerchfelldysfunktion nach Langzeitbeatmung (z.B. nach ACB-Operation). Dazu wird zunächst eine sequentielle Maskenbeatmung auf der Intensivstation eingeleitet. Bei manchen Patienten ist die Fortführung der nicht-invasiven Beatmung im häuslichen Bereich notwendig.

Im Rahmen des Solinger Konzeptes werden auch beatmete Patienten von anderen Krankenhäusern übernommen, bei denen von vorneherein keine Aussicht auf Entwöhnung vom Respirator besteht. Hier wird dann während des Krankenhausaufenthaltes die außerklinische Beatmungspflege organisiert. Im Rahmen des Solinger Konzeptes kann die Entlassung nach Hause mit entsprechenden Intensivpflegediensten, die im Rahmen des Solinger Konzepts mit uns kooperieren, erfolgen. Eine Alternative stellt unser Beatmungspflegeheim dar, das von uns fachärztlich mitbetreut wird. Die Übernahme von Patienten aus anderen Krankenhäusern erfolgt dabei aus Krankenhäusern ganz Deutschlands.

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