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Krankenhaus Bethanien

Weaning in der Klinik für Pneumologie

Weaning bedeutet die Entwöhnung der Patienten von Beatmungsgeräten. In unserem Krankenhaus kann die überwiegende Mehrheit der Patienten schon nach kurzer Zeit erfolgreich von der Beatmung entwöhnt werden.

Die Intensivstation unserer Klinik widmet sich langzeitbeatmeten Patienten mit oft komplexen pneumologischen, kardiovaskulären und neurologischen Erkrankungen. Pro Jahr werden in unseren 18 Intensivbetten mehr als 200 Weaning-Patienten versorgt. Es werden auch Patienten aufgenommen, die weiterhin invasiv beatmet und in einem integrierten Konzept betreut werden. Neben der invasiven und nichtinvasiven Beatmung stehen die Stabilisierung der Vitalparameter und die Entwöhnung vom Respirator mit etablierten und innovativen Weaningkonzepten im Vordergrund. Neben den Pneumologen und den Intensivpflegekräften setzen speziell ausgebildete „respiratory nurses“ den Weaning-Prozess fort. Stationsübergreifend beschäftigen sie sich mit allen Problemen der nichtinvasiven Beatmung, insbesondere mit der Anpassung der Nasen- oder Gesichtsmasken, den Hilfsmitteln und den verschiedenen Beatmungsverfahren. Im Team wird Ihr definitives Beatmungsziel festgelegt und mit Hausärzten, Pflegekräften und Sozialarbeitern die Betreuung bei Ihnen zu Hause oder eventuell auch die Heimpflege vorbereitet. Selbstverständlich beinhaltet die Betreuung in allen Bereichen die Mobilisation einschließlich Bett-Ergometer-Training und die Atemtherapie. Wir betreuen auch Patienten, die dialysepflichtig sind. Eine Kooperation mit einer niedergelassenen Dialyse-Praxis stellt hier die nötige medizinische Qualität her. Die Patienten können auch oral intubiert zu uns verlegt werden. Sollte eine dilatative Tracheotomie oder definitive chirurgische Tracheostomie erforderlich sein, kann dies hier vor Ort erfolgen.

Nach Erfassen des zugrundeliegenden Weaningproblems (erschöpfte Atempumpe versus untrainierte Atempumpe) wird eine indiviualisierte Weaningstrategie festgelegt (meist kontinuierliches oder diskontinuierliches Weaning). Zugleich wird versucht, alle relevanten Weaninghindernisse zu beseitigen. Das kann der Ausgleich einer Anämie, die Behandlung von Pleuraergüssen oder die adäquate Therapie einer Herzinsuffizienz und vieles mehr bedeuten. Nach Extubation (Dekanülierung) der Patienten ist die Durchführung einer sequentiellen Maskenbeatmung, eventuell in Kombination mit einer extrakorporalen CO2-Eliminierung, möglich, wodurch die Extubation schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt gelingen kann.

Welche Patienten können ins „Weaningzentrum“ übernommen werden?

Da wir uns nicht nur auf reine Weaningpatienten (langzeitbeatmete Patienten, d.h. länger als 7 Tage Beatmung) spezialisiert haben, können Patienten auch übernommen werden, wenn die Intubation droht (aktues oder akut-auf-chronisches Atemversagen) oder die Patienten erst seit wenigen Tagen beatmet sind. Es ist auch möglich, Patienten zu übernehmen, die sich noch in der Akutphase der Erkrankung (z. B. Sepsis) befinden und Kreislaufunterstützung durch Katecholamine benötigen. Auch Patienten, die bereits sehr lang beatmet werden, und bei denen ein erfolgreiches Weaning unwahrscheinlich erscheint, werden von uns aufgenommen. Dann ist das primäre Therapieziel die Organisation der außerklinischen Beatmung (Entlassung nach Hause oder in ein Beatmungspflegeheim).

Wie erfolgt die Anmeldung der Patienten?

Die Anmeldung erfolgt telefonisch durch die vorbehandelnden ärztlichen Kollegen bei unserem Casemanagement:

Peter Stock 01520 — 932 8954

Petra Kauka 01520 — 932 8944

Bei medizinischen Fragen steht Ihnen auch gerne unser zuständiger Oberarzt zur Verfügung: OA Georgios Sofianos 01520 – 932 8899

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