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Krankenhaus Bethanien

Vollausgestatteter OP

Interstitielle Lungenerkrankungen

Unter interstitiellen Lungenerkrankungen versteht man das gesamte Spektrum der Lungengerüsterkrankungen. Dazu gehört z.B. die so genannte idiopathische Lungenfibrose, aber auch andere spezielle Formen wie die Sarkoidose. Bei manchen Formen der interstitiellen Lungenerkrankungen spielen spezielle Auslöser eine Rolle. Zu den speziellen Auslösern gehören z.B. verschiedene rheumatische Erkrankungen, Allergien (z.B. Vogelhalterlunge, Farmerlunge etc.), bestimmte Medikamente und berufliche Kontaktsubstanzen wie Asbest, Aluminium oder Beryllium.

Im Krankenhaus Bethanien erfolgt sowohl die stationäre als auch die ambulante Abklärung dieser Erkrankungen. Bei jedem Patienten wird im Rahmen der Erstabklärung einer interstitiellen Lungenerkrankung in einem aufwändigen Untersuchungsprogramm nach einer behandelbaren Ursache der Lungenfibrose gesucht.

Weitere Untersuchungen ermöglichen eine gute Einschätzung des Schweregrades und Stadiums der Erkrankung. Unter Berücksichtigung aller Befunde wird die für den einzelnen Patienten beste Therapie angeboten. Im weiteren Verlauf wird der Patient engmaschig betreut, um das Therapieansprechen zu beobachten und die Medikamente dem Bedarf anzupassen.

An Untersuchungen werden durchgeführt

  • Lungenfunktionstest, Gasaustauschmessungen, Spiroergometrie, 6-min-Gehtest
  • Hochauflösende Computertomographie des Thorax (HR-CT)
  • Bronchoskopie mit bronchoalveolärer Lavage, ggf. transbronchiale Biopsie und EBUS-TBNA aus mediastinalen Lymphknoten
  • Allergologische Diagnostik, Untersuchung auf berufliche Belastung mit Schadstoffen
  • Rheumatologische Abklärung
  • Umgebungsdiagnostik zur Klärung der Beteiligung weiterer Organe (Abdomensonographie, Echokardiographie, ggf. Rechtsherzkatheter)
  • Chirurgische Lungenbiopsie (Entnahme einer Gewebeprobe aus der Lunge in einem kleinen chirurgischen Eingriff)

Für die Therapie stehen folgende Ansätze zur Verfügung

  • Behandlung der Grunderkrankung, die zur Lungenfibrose geführt hat
  • spezifische medikamentöse Therapie
  • Sauerstoffversorgung bei Sauerstoffmangel
  • Dämpfung der Atemnot mit Medikamenten
  • Prüfung der Notwendigkeit und Möglichkeit für die Listung zur Lungentransplantation
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