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Krankenhaus Bethanien

Reform der Pflegeberufe kommt

Inzwischen haben die beiden beteiligten Ministerien, das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Roadmap auf Basis des Kompromissvorschlags in Entwürfe für Änderungsanträge zum Pflegeberufereformgesetz formuliert. Diese wurden am 23. Mai 2017 an die Abgeordneten übermittelt. Am 31. Mai 2017 sollen die Änderungsanträge im Gesund-heitsausschuss und im Ausschuss für Familie behandelt werden. Die Abgeordneten entscheiden dann, ob es noch eine Anhörung geben soll. Dafür ist als „Vorratstermin“ der 21. Juni 2017 vorgesehen. Die zweite und dritte Lesung des Bundestages mit Beschlussfassung soll am 22. oder 23. Juni 2017 stattfinden. Die 2. Bundesratsberatung wäre dann am 07. Juli 2017. Offen ist, wann die Vorlage eines Entwurfs einer Ausbildungs- und Prüfungsverordnung nach § 56 Abs. 1 Pflegeberufsgesetz (APO) durch das BMG und das BMFSFJ erfolgt. Es wird weiterhin daran festgehalten, dass die neue Pflegeausbildung am 1. Januar 2019 starten soll.

Die Anwesenden waren sich einig, dass die Umsetzung des Kompromisses die Schulen und die Träger der praktischen Ausbildung sowohl organisatorisch als auch pädagogisch vor große Herausforderungen stellen wird.

Kern des Kompromisses ist, dass — neben der generalistischen Ausbildung – weiterhin ein Abschluss in der Altenpflege und in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege vorgesehen ist. Nach zwei Jahren gemeinsamer generalistischer Ausbildung erfolgt eine Zwischenprüfung. Die Länder entscheiden, ob sie mit dem erfolgreichen Abschluss der Prüfung die Helferinnenqualifikation vergeben. Nach diesen zwei Jahren können sich die Auszubildenden, deren Vertiefungseinsatz in der Altenpflege oder der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege im Ausbildungsvertrag benannt ist, ent-scheiden, ob sie die generalistische Ausbildung mit Schwerpunkt oder die spezialisierte Ausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege weiterführen.

Aktueller Stand und Diskussion des Gemeinsamen Aktionsplans Pflegeausbildung Derzeit ist nicht ganz deutlich, wie es aufgrund des Regierungswechsels in NRW und der Änderungen im Pflegeberufereformgesetz mit dem Aktionsplan weitergehen wird.

Absehbar ist, dass auch bei Verabschiedung des Pflegeberufsgesetzes die „alten“ Ausbildungen mindestens bis 2023 weitergeführt werden.

Quelle: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL Geschäftsfeld Krankenhaus und Gesundheit

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